# 1 - Verbindlichkeit
Was bedeutet Verbindlichkeit für mich?
Verbinde ich mir die Augen? Oder verbinde ich mir die Hände? Oder verbinde ich mich lieber mit meiner Seele, meinem Geist und meinem Körper, um aus der anscheinenden Verbindlichkeit des Lebens herauszukommen? Um der Verbindlichkeit der Zeit Adé zu sagen, damit man die Gegenwart schätzt. Um Verbindlichkeit zu sehen wie sie wirklich sein sollte oder wie sie wirklich ist. Verbindliche Gespräche zu führen und Worte zu äussern. Das heisst, wenn ich etwas zu einer Person sage, dass ich es auch genauso meine und auch mache. Meine Angebote und Versprechen auch halte. Einer Art Verbindlichkeit des Gebens und Nehmens, da jeder mal mehr oder weniger Energie hat und Unterstützung benötigt. Durch Verbindlichkeit Verbindungen schaffen. Zu dir, zu deinen Lieblingsmenschen, zu neuen Personen und zu neuen Abenteuern… Verbindlich auf eigene Dates gehen, neue Sachen lernen, sich verbindlich zu einer Atempause zu verabreden. Egal, wie lange. Egal mit wem man gerade unterwegs im Leben ist. Sich lieber an die Jahreszeiten binden, als an künstlich geschaffene Zeitmuster. Ich verbinde mich mit der Natur, mit der Kraft von Sonne und Mond, um in Balance zu bleiben. Ich komme wieder in einen natürlichen Rhythmus, der mir gut tut, der mich erdet und mir Hoffnung und Kraft schenkt, um zu ruhen und zu wachsen. Man sollte aufhören Verbindlichkeit immer direkt negativ zu werten. Verbindlichkeit kann schön sein. Es kann Spass machen Routinen und Rituale zu entwickeln, jeden Tag die Beziehung zu einem selbst zu stärken und die Verbindlichkeit zu sehen, sich selbst wie einen kostbaren Gegenstand zu behandeln.
Also die Verbindlichkeitsschnur einfach abschneiden und raus aus dem Termin- und Zeitdruck, raus aus den Gedanken, raus aus Vergleichen und einem gehetztem Leben. Und rein in Momente der Stille, Gedankenfreiheit, Gefühle des Stolzes auf sich selbst, Mut, Motivation und Reflexion. Sehe das Leben als etwas Schönes an. Du wirst vor verschiedene Aufgaben gestellt, die du zu meistern hast. Aber indem du lernst, entwickelst du dich immer weiter. Man hat Verbindlichkeiten in der Familie und bei Freunden. Sollte nie vergessen, wer immer für einen da ist. Denn die Person hat vielleicht auch mal stürmische und regnerische Zeiten. Einfach mal seiner Grossmutter eine Hilfe sein und mit ihr zu telefonieren, da sie immer mehr vergisst. Ihr zu helfen und ihr Tipps geben, die einem selbst gut tun. Ihrer Seele Trost spenden, weil ihre letzte Schulfreundin beerdigt wurde und sie sich immer mehr alleine fühlt. Denn ihr Lebenspartner ist schon wieder auf der nächsten Mission. Ihr mal eine Überraschung machen und einen Brief schreiben oder ein Paket schicken (wenn man nicht mehr direkt in ihrer Nähe wohnt) und ihr somit eine Freude bereitet. Wie oft hat sie früher auf dich aufgepasst, dir deine Lieblingsgerichte gekocht, dir gezeigt wie man Pflanzen im Garten anbaut oder einfach nur das Leben geniesst. Sie hat dich weinen und lachen gesehen und ist nie von deiner Seite gewichen. Das ist die Verbindlichkeit, die wir im Leben anstreben sollten…
Man hat auch Verbindlichkeiten zur Natur, indem dass man sie wertschätzt und ihr Gutes tut. Immer wieder die Verbindung zum Mond spüren und zu Vollmond alles Alte, Negative, Schwere loslassen und bei Neumond einen Neustart wagen. Am besten bei jedem neuen Atemzug einen Neustart wagen und sich trauen. Sich verbindlich um Pflanzen kümmert, vielleicht auch einer Katze ein verbindlich tolles Leben zaubert und durch sie erinnert wird immer mal wieder sich zu strecken und zu räkeln und ganz gemütlich zu gähnen. Und die Balance zu halten, gerade dann wenn sie mit einer Seelenruhe über den Gartenzaun spaziert. Sie zeigt dir, dass du im Alltagstrubel anhältst und vielleicht mal einen Power-Nap einzulegst. Oder doch einen kompletten Tag „verschlafen“ musst, damit du dich wieder lebendig fühlst. Vielleicht spürt man die Verbindlichkeit, weil man Kinder hat und sich um deren Entwicklung und Entfaltung kümmern darf. Somit kann man die Me-Time mit den Kindern zusammen erleben. Zusammen auf den Spielplatz gehen, kreative Gerichte kochen und backen, SPIELEN nie verlernen oder eher wiedererlernen und zusammen mit seinen Kindern die Verbindlichkeit zu seinem inneren Kind aufrecht zu erhalten.
Man hat natürlich auch Verbindlichkeiten in Schule, Universität und Arbeit. Und in Zeiten von Prüfungen, Abgaben, inneren Energie-Dysbalancen oder auch des Einhaltens von Zeitplänen bilden sich manchmal Gedankenwolken, die Stress, Termin- und Zeitdruck, Demotivation oder auch negative Gefühle aufwirbeln lassen. Denn eigentlich möchte man damit ja nicht verbunden sein und lieber seinen Cocktail am Meer schlürfen. Trotzdem ist es wichtig, dass man diese Tage oder auch Wochen als „Lernprozess“ sieht, indem man sich immer wieder auf die Verbindlichkeit zu sich selbst erinnert. Man fragt ich welche drei Dinge einen stolz machen, wofür man dankbar ist, was man schon erreicht hat und was man alles noch schaffen möchte. In Ruhe, mit genügend Atem, mit kleinen Mini-Pausen, mit kleinen Schritten und vor allem, dass man einfach sein bestes gibt. Manchmal mehr, manchmal weniger. Die eigene Kraft ist so unterschiedlich, wie Ebbe und Flut. Also sollte man auch einfach die Ebbe-Zeiten nutzen, um sich aufzuladen und dann in die Flut springen, wenn man wieder genug Kraft hat. Also was will man denn noch mehr? Ausser ans Meer? Indem ich mir noch zusätzlich zu einer Abgabe oder Präsentation Stress mache ist das Ganze nur doppelt schwer und es lebt sich doch so viel einfacher mit weniger Last im Kopf (und auf den Schultern). Man ist leichter und lernt zu fliegen…
Verbindlich den nächsten kleinen Schritt gehen, der einen seinen Zielen, Wünschen und Träumen näher kommen lässt. Verbindlichkeit ist also garnicht schlecht, denn wir haben immer wieder jemanden, auf den oder etwas, auf was wir uns VERLASSEN können. Sei es unser Arbeitgeber, der es uns auch ermöglicht unsere Qualität und Energie in verschiedene Aufgaben zu stecken, Menschen zu helfen, uns Blumen oder gesundes Essen zu kaufen… Es ist alles eine Frage der Perspektive und manchmal ist es schön sich in verbindlichen Beziehungen zu befinden. Und natürlich auch nur in jene zu investieren, die uns auch etwas zurückgeben, stärker machen und unseren Blickwinkel mit jedem Moment oder Gespräch erweitern oder unserer Seele und unserem Herzen gut tun.
Also hör auf dir selbst die Augen zu verbinden, vor den wirklich wichtigen Dingen im Leben. Vor den Dingen, die du wirklich willst. Vor Dingen, die dich unglücklich machen, du aber dennoch - aus Gewohnheit und vielleicht Angst vor Veränderungen - daran festhälst. Das ist auch okay, aber schau wie du deine Ressourcen stärken und sie bündeln kannst oder frag deine „verbindlichen Sonnenmenschen“ um Hilfe. Hör auf deine verbindliche Stimme deines Unterbewusstseins zu unterdrücken. Öffne deine Augen für das Leben und geniesse es. Habe Augen für die wirklich Schönen Dinge.
Also heue einfach mal die Augen öffnen für die schönen Dinge im Leben. Und sehen auf was es wirklich ankommt. Mehr in immaterielle Dinge, wie Liebe, Geduld, Kommunikation investieren… und dem Ego nicht noch mehr materielle Dinge spendieren, denn die verlierst du spätestens wenn du tot bist. Alles gehört uns nur für einen kleinen oder grossen Moment. Aber deine Erfahrungen, Erinnerungen und deine Seele kann dir niemand nehmen. Also pass auf sie auf. Und begegne jedem Tag so neuen Herausforderungen ins Auge zu schauen, aus der Komfortzone herauszugehen und sich etwas Neues zu trauen. Vertraue dem Unbekannten. Das ist die Verbindlichkeit die zählt. Ich sollte so langsam diese Fesseln meiner kreativen Hände lösen, die etwas kreieren möchten. Man hat durch die Gesellschaft das Gefühl sich „verbindlich“ anzupassen, anstatt ganz unverbindlich mal neue Wege zu gehen.
Frage dich Folgendes:
Vor was verbinde ich mir die Augen, nur damit es nicht mehr so „klar“ erscheint was ich tun sollte, um meinen Weg zu gehen?
Welche Aufgabe wird meine Seele heute wieder meistern wollen?
Wohin möchte ich mich treiben lassen?
Verbinde ich mir die Hände für das was ich erreichen mag?
Strebe nach VERBINDLICHKEIT zum LEBEN. Strebe nach VERBINDLICHKEIT zu DIR.
- Celine ohne Accent